17.01.2026, 19:09
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.01.2026, 20:29 von Mareta Dagostino.)
Leider sehr treffend beschrieben, Manfred. Und das Phänomen betrifft nicht nur OpenSim Grids, sondern das ehrenamtlich dezentral betriebene Internet generell. Verschiedene andere dezentrale Metaversen, die ich beobachte, kommen aus dem Alpha-Stadium nicht heraus: Außer den Entwicklerteams und ein paar Groupies interessiert das keine Socke. In den meisten Internetforen ist die Hose so tot, dass oft wochenlang niemand mehr was geschrieben hat. Auch die Freifunk-Community wird immer ruhiger: Die Infrastruktur läuft zuverlässig (zumindest hier in Franken), aber immer weniger interessieren sich für für die Technik dahinter.
Unsere schöne neue Welt "sozialer" Kommerztools belohnt es, wenn viele Konsumierende einzelnen Influenzern Werbeeeinahmen verschaffen. Warum boomen Youtube-Tutorials so sehr, wo man das doch meistens als Text viel einfacher lesen könnte, insbesondere in einer Fremdsprache? Weil die Klicks im kommerziellen Tool Werbeeinnahmen bringen. Die Freizeit wird durchgeplant und alles muss irgendwie vorzeigbar sein, "instagrammable". Einfach nur rumhängen und aus dem Zugfenster schauen? Geht gar nicht, wenigstens ein Podcast muss auf die Ohren.
Die Freizeit mit einem Hobby verbringen, was für Außenstehende keinen erklärbaren Nutzen hat, nicht mal wie Wandern die Gesundheit fördert? Das ist unserer durchgetakteten Gesellschaft suspekt geworden. Das Internet wird durch eine neue Berufsgruppe "Content Creator" bespielt.
Meine Hoffnung liegt auf der ganz jungen Generation. Denen geht dieser Druck, dauernd "liefern" zu müssen, zunehmend auf den Keks. Und ihre Verweilzeit in den kommerziellen Internettools nimmt statistisch ab, verglichen mit der Generation davor. Ob sie die gewonnene Lebenszeit dann anderswo im Internet verbringen, oder neue Jugendbewegungen gleich ganz anderswo entstehen? Es bleibt spannend.
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(In eigener Sache: Jetzt könnt ihr natürlich zu Recht sagen, was heult Mareta rum, besucht sie doch OpenSim auch nur noch, um gelegentlich mit Freunden zu chatten? Recht habt ihr! Allerdings plane ich nächstes Jahr ins anderssprachige Ausland umzuziehen, und muss mich dann eh vor Ort erst mal neu im RL etablieren. Daher räume ich zur Zeit eher angefangene Projekte und bestehende Baustellen auf.)
Unsere schöne neue Welt "sozialer" Kommerztools belohnt es, wenn viele Konsumierende einzelnen Influenzern Werbeeeinahmen verschaffen. Warum boomen Youtube-Tutorials so sehr, wo man das doch meistens als Text viel einfacher lesen könnte, insbesondere in einer Fremdsprache? Weil die Klicks im kommerziellen Tool Werbeeinnahmen bringen. Die Freizeit wird durchgeplant und alles muss irgendwie vorzeigbar sein, "instagrammable". Einfach nur rumhängen und aus dem Zugfenster schauen? Geht gar nicht, wenigstens ein Podcast muss auf die Ohren.
Die Freizeit mit einem Hobby verbringen, was für Außenstehende keinen erklärbaren Nutzen hat, nicht mal wie Wandern die Gesundheit fördert? Das ist unserer durchgetakteten Gesellschaft suspekt geworden. Das Internet wird durch eine neue Berufsgruppe "Content Creator" bespielt.
Meine Hoffnung liegt auf der ganz jungen Generation. Denen geht dieser Druck, dauernd "liefern" zu müssen, zunehmend auf den Keks. Und ihre Verweilzeit in den kommerziellen Internettools nimmt statistisch ab, verglichen mit der Generation davor. Ob sie die gewonnene Lebenszeit dann anderswo im Internet verbringen, oder neue Jugendbewegungen gleich ganz anderswo entstehen? Es bleibt spannend.
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(In eigener Sache: Jetzt könnt ihr natürlich zu Recht sagen, was heult Mareta rum, besucht sie doch OpenSim auch nur noch, um gelegentlich mit Freunden zu chatten? Recht habt ihr! Allerdings plane ich nächstes Jahr ins anderssprachige Ausland umzuziehen, und muss mich dann eh vor Ort erst mal neu im RL etablieren. Daher räume ich zur Zeit eher angefangene Projekte und bestehende Baustellen auf.)


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