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KEINE PANIK
#1
...und Happy Towel Day!

Ich hoffe, ihr wißt, wo eure Handtücher sind.
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#2
WAs soll das nun uns sagen ?
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Have a nice Day ;D

>> BogusMusikRausch jeweils Donnerstag um 20 Uhr in Uwes KeulenBar

Tschöö

Bogus | PinguinsReisen.de | M: @gse@norden.social
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#3
Okay, also von vorne.

Das stammt aus dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams (11.3.1952-11.5.2001). Das ist im Prinzip Science-Fiction meets britischer Humor à la Monty Python. Quasi Terry Pratchett, aber nicht Fantasy, sondern Sci-Fi.

Die Story fängt an mit Arthur Dent, der erfährt, daß sein Haus abgerissen werden soll. Während er das zu verhindern versucht, taucht sein bester Kumpel Ford Prefect auf und will ihn unbedingt ins Pub mitnehmen, wo er ihm erzählt, daß die Welt demnächst untergeht. Stellt sich raus: Ford Prefect ist von einem Planeten, der Beteigeuze umkreist (und nicht aus Guildford, wie er immer behauptet hat), er ist per Anhalter im Auftrag des Reiseführers Per Anhalter durch die Galaxis auf die Erde gekommen und hat da ewig festgesessen.

Die Welt soll übrigens nicht einfach untergehen, sondern die Erde soll abgerissen werden von einer vogonischen Bauflotte. Wo die schon mal da ist, will Ford sich mit verkrümeln und Arthur mitnehmen. So geht eine irre Reise los mit irren Begegnungen, irren Erkenntnissen (z. B., daß die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest 42 ist) und jeder Menge Zitaten aus besagtem Reiseführer. In dem steht auch etwas über Handtücher:
Per Anhalter durch die Galaxis schrieb:Ein Handtuch ... ist so ungefähr das nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert - man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen und bedächtig strömenden Moth-Fluß hinuntersegelt, und naß ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen - bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: Ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinterkommt, daß ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompaß, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw., usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade "verloren" hat. Der Strag denkt natürlich, daß ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muß, auf den man sich verlassen kann.

Daher der Satz, der in den Anhalterjargon übernommen worden ist: "He, hast du den Hoopy Ford Prefect gesasst? Das ist'n Frood, der weiß echt, wo sein Handtuch ist." (sassen = wissen, durchblicken, treffen, Sex haben mit; Hoopy = echt irrer Typ; Frood = total echt irrer Typ).
Man lernt aus dem Buch noch mehr, z. B. was ein Babelfisch ist, wie der Unendliche Unwahrscheinlichkeitsdrive entwickelt wurde oder wie man einen Pangalaktischen Donnergurgler macht und warum man es sich gut überlegen sollte, ob man den dann auch trinkt.

Douglas Adams zu Ehren wird nun an jedem 25. Mai der Towel Day (Handtuchtag) gefeiert. Dazu gehört grundlegenderweise, daß man ein Handtuch sichtbar bei sich trägt, um zu zeigen: "Ich weiß, wo mein Handtuch ist." Der 25. Mai wurde mehr oder weniger zufällig ausgesucht (das war also sehr unwahrscheinlich).

An einigen Orten gibt's auch Fantreffen. Ich war vor drei Jahren bei einem, das war lustig, nicht nur die Vorträge und die vielen Handtücher, sondern vor allem das kulinarische Angebot. Weiße Mäuse, Petunientöpfe (mit Schokoflakes als Erde), Logikwölkchen (Popcorn), Pangalaktischer Donnergurgler (ohne Oliven, was ich anprangerte), Babelfische (Salzgebäck in Fischform; einer hat sich einen ans Ohr gesteckt und behauptet, er verstehe auf einmal die Vorträge besser) usw., aber keinen Tee.
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#4
Ja der Anhalter ist wirklich eine tolle Informationsquelle.
Besser als Wikipedia:

„Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.“
Quelle: Zitate.de
Wer nicht weiss wohin er will, der kommt leicht woanders hin.
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#5
Kurz noch ein Bild nach der Party gemacht...
   
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  • , Freddy Nightmare
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