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Anschlag beim CSD in Berlin.
#1
Wo ich davon hörte, bekam ich einen Heulkrampf..Sad

Ein Toter und Verletzte bei CSD in Berlin

Sehr traurig und absolut widerwärtig, dass die AFD-Front (habe ich selber eben in Facebook gesehen) das wieder für sich nutzt, statt mal einen Moment innezuhalten. Moralisch bewegen sie sich für mich auf der gleichen Schiene wie der Täter...Confused
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#2
Botschaft an alle Rechtswähler:
Also, ich bin links, aber nicht bei den Linken. Ich bin transsexuell und liebe die Farben des Regenbogens.

Und nun die Schockmeldung für euch. Ich bin gegen Einwanderung in dem Maße wo es unmöglich wird die Migranten zu begleiten, zu betreuen. Erstaufnahme bei Flüchtlingen in Not, keine Frage, selbstverständlich. Abschiebung krimineller Ausländer? Aber sicher, nur nicht bevor sie wie jeder andere Straftäter ihre Strafe abgesessen haben. Alles andere würde einem Freispruch gleichkommen.

Gehört der Islam nach Deutschland? Erstmal als Religion grundsätzlich ja, wie eben auch unsere christlichen Kirchen. Radikale Gewaltbereite Mitglieder innerhalb dieser Gruppen gehören unter Beobachtung und gestoppt. Aber das unabhängig von Religion oder Herkunft.

Oh, jetzt kommt es. Ich stehe zur Antifa, aber verabscheue Gewalt. Was meint ihr strammen Rechtswähler, das geht doch gar nicht, passt nicht? Passt sehr gut. Antifa ist keine geschlossene Organisation mit Parteiprogramm oder ähnlichem. Zunächst einmal in Langform: "Antifaschistische Aktion", das bedeutet Diskussionen, auch Demonstrationen, politisch gegen faschistische Strömungen arbeiten. Gewalt? Da die Antifa eben keine in sich geschlossene Organisation ist, gibt es da auch bedauerlicherweise Gruppierungen autonomer gewaltbereiter Akteure, die sich mit dem Antifa-Logo schmücken. Macht uns das dann alle gleich zu einer linksextremen Terrorgruppe? Ihr könnt ja mal darüber nachdenken...
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#3
   
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#4
Und es wird wieder schön geheuchelt.

OBM Wegner und Kanzler Merz drücken angeblich ihre Anteilnahme aus. Wahrscheinlich denken sie in Wahrheit, das hat schon die Richtigen getroffen. Die Berliner CDU ist offen knallhart queerfeindlich. Aber sie können sich alle nicht offen so äußern, wie sie gerne würden, weil das riesige mediale Shitstorms verursachen und vor allem in Berlin wieder Wähler zur SPD treiben würde.

Der einzige in der Union, dessen aktuelle Äußerung höchstwahrscheinlich ehrlich ist, ist Wegners designierter Nachfolger Stefan Evers, der selber schwul ist. Höchstwahrscheinlich, weil ältere Schwule dazu neigen, alles in "2SLGBTQQIA+", was nicht "G" ist, als Eindringlinge in die Schwulenszene zu betrachten. Lesben, Transfrauen, alles Quarktaschen, und Transmänner sind Quarktaschen, die versuchen, keine Quarktaschen zu sein. Aber den CSD haben ursprünglich und lange Zeit ausschließlich die Schwulen abgehalten. Und wenn der CSD als legitimes Angriffsziel angesehen wird, dann auch Evers.

Kurioserweise hält die Spahnplatte ausgerechnet jetzt den Ball flach. Buchstäblich der einzige in der Union, von dem schon seit Tagen die gesamte Republik weiß, daß er schwul ist. Der hätte eigentlich als einer der ersten was sagen müssen. Damit hätte er auch mal wieder positiv punkten können. Ich warte ja eh darauf, daß er endlich (Regenbogen-)Farbe bekennt, die notorische Karrieristenpartei CDU verläßt und nach links umzieht, und sei es nur zur SPD. Wobei von der SPD ja anscheinend auch noch nichts kam.

Die Polizei ist mit über 2.000 Einsatzkräften zugange. Nicht, um die queere Szene zu schützen, sondern, weil sie dazu verpflichtet ist. Und weil sie mal wieder auf Jagd auf einen Ausländer gehen darf. Ich frage mich, wieviele das wären, wäre der Täter ein biodeutscher Reichsbürger, Thor-Steinar-Klamottenträger und/oder jahrzehntelanger Onkelz-Fan aus bekannt dubiosen Gründen.

Und dann ist da noch der katholische Erzbischof. Wer nimmt einem katholischen Bischof seine ausgedrückte Anteilnahme wirklich ab? Okay, Siebtes Gebot einerseits. Aber mal ehrlich, wahrscheinlich würden die Katholen andererseits dazu neigen, das als "Gottes Strafe" zu bezeichnen. Würden sie, wäre der Täter kein "Heide" und keiner von denen, wegen derer und gegen die es damals die Kreuzzüge gab.
Auf der Rolltreppe im Kaufrausch / Du nach unten, ich nach oben

Mein OpenSim-Blog: Aus Hypergrid und Umgebung
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#5
Hallo zusammen ;D

Ich hab erst grade das mit dem Anschlag im Radio gehört. Bin sprachlos bei so einer widerwertrigen Anschlag. Was ich nicht nachvollziehen kann, das der Täter ja der Polizeit bekannt war. Warum wurde er nicht beobachtet. Wenn er ein LinksTerrorist gewesen wäre, hätte man ihn bestimmt vorher in Gewahrsam genommen.

Leider muss ich Jupiter recht geben, was die CDU zur Zeit macht, ist eigentlich noch mehr Öl ins Feuer zu giessen. Ganz besonders Dobrinth, Linnermann und Co.

Sachlich kann man über dieses Thema eh nicht mehr reden, aber darf auch nicht den Fehler machen, jeden Migranten als Terrorist anzusehen, so wie es in USA von Trump und Co, gemacht wird.

Das das Braune Gesocks diesen Anschlag für sich vereinnimmt, war doch klar. Hoffe immer noch das da wo bald gewählt wird, noch Menschen gibt, die ein wenig Hirn haben und das richtig wählen und nicht diese braune Scheisse.Und jeder Wähler der AfD wählt, sei es aus Protest oder nicht, ist für ein Rrchtes Arschloch.
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#6
Manchmal frage ich mich, ob wir in unserer Gesellschaft nicht längst den eigentlichen Gegner aus den
Augen verloren haben.
Wir streiten darüber, wer links oder rechts ist. Wer hier geboren wurde und wer nicht. Welche Religion
besser oder schlechter ist. Welche Fahne jemand trägt oder welche Partei er wählt.
Doch vielleicht liegt das eigentliche Problem viel tiefer.
Eine Gesellschaft lebt nicht allein von Gesetzen, wirtschaftlichem Erfolg oder politischen Mehrheiten. Sie
lebt von Beziehungen zwischen Menschen. Von Vertrauen. Von dem Gefühl, füreinander Verantwortung
zu tragen.
Früher war das oft selbstverständlicher. Mehrere Generationen lebten näher beieinander. Nachbarn
kannten sich. Familien halfen sich gegenseitig. Natürlich war damals nicht alles besser – ganz sicher
nicht. Aber der Gedanke, dass Gemeinschaft auch Verantwortung bedeutet, war vielerorts stärker
verankert.
Heute scheint dagegen oft das eigene Leben zum wichtigsten Projekt geworden zu sein. Jeder kämpft
um seinen Platz, seine Karriere, seine Anerkennung. Alte Menschen verbringen ihre letzten Jahre häufig
fern ihrer Familien. Einsamkeit wird zu einer der größten Krankheiten unserer Zeit. Gleichzeitig suchen
viele Menschen nach einfachen Antworten auf komplizierte Fragen.

Wo Gemeinschaft schwindet, entsteht ein Vakuum. Und ein Vakuum füllt sich selten mit Verständnis. Es
füllt sich mit Misstrauen, Angst und irgendwann mit Feindbildern.
Dann wird aus dem Nachbarn plötzlich "der Fremde". Aus dem Andersdenkenden "der Gegner". Aus
einer Religion "die Gefahr". Aus einer politischen Meinung "der Feind".

Vielleicht beginnt Frieden deshalb nicht zuerst in Parlamenten. Vielleicht beginnt er dort, wo Menschen
wieder lernen, einander zuzuhören. Wo Unterschiede nicht sofort als Bedrohung empfunden werden.
Wo Verantwortung wieder mehr bedeutet als nur das eigene Wohlergehen.

Ich glaube nicht, dass eine einzige Partei unsere Gesellschaft heilen kann. Politik kann Rahmen
schaffen. Aber Zusammenhalt entsteht nicht durch Gesetze. Er entsteht zwischen Menschen.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger fragen, wer recht hat.
Und öfter fragen, wie wir wieder zueinanderfinden.

Ich weiß, das ist schwer, auch ich halte mich an meinen Überzeugungen fest.
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#7
Hallo Dorena ;D
Ich gebe dir absolut Recht, merke selbst an mir, das ich hier wo ich wohne eigentlich total alleine für mich bin. Das ganze hat Vor-, aber leider auch Nachteile. Ehrlich gesagt, in moment mache ich auch nicht viele dagegen, da ich mehr mit meiner Gesundheit zutun hab.
Werde bald ein Jahr älter und frage mich immer öfters, wofür lebe ich eigentlich noch ?
Aber wenn ich mir nun recht überlege, ist die Antwort, wofür ich noch lebe, eigentlich sehr simpel, zum einen um hier das Gridtalk online zu halten, dann Musik zu machen, ab und zu spielen ;D Na, ab und zu ein gutes Buch lesen ;D

WAs mich an der Diskussiion nun aber stört, also die über den Anschlag, es wird wieder nur über den Täter sehr viel geshrieben, aber nicht über die Opfer. Das ist wieder typisch die deutschen Medien. Da berichte über den Täter mehr Umsatz bringen, als Artikel über die Opfer, die werden einfach mal nebenbei erwähnt.
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  • Dorena Verne
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